Volksbefragung Wehrpflicht:
Personenkomitee Graz-Umgebung gegründet
Personenkomitee Graz-Umgebung gegründet
Die Volksbefragung zur Beibehaltung der Wehrpflicht beschäftigt ganz Österreich. Auch in Graz-Umgebung hat sich nun ein überparteiliches Komitee gegründet. Namhafte Persönlichkeiten treten für die Aufrechterhaltung von Wehrpflicht, Zivildienst und Katastrophenhilfe ein.
Mitte Oktober hat die Initiative „Einsatz für Österreich“ ihre Arbeit aufgenommen. Das bundesweite Komitee führt der ehemalige Präsident der Industriellenvereinigung Dr. Veit Sorger an. „Das Thema ist derart substanziell für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land, dass wir uns mit einer regionalen Initiative anschließen“, so Bürgermeister Ing. Markus Windisch aus Übelbach. Er führt die Initiative Graz-Umgebung, die sich gestern Mittwoch gegründet hat, als Obmann der Kommunalpolitischen Vereinigung an. „Gerade als Bürgermeister im ländlichen Raum weiß ich wie wichtig es ist, dass junge Menschen lernen füreinander Verantwortung zu übernehmen. Bei Bundesheer und Zivildienst bekommen sie das nötige Rüstzeug dafür.“
Katastrophenhilfe, um verwüstete Landstriche wieder aufzuräumen
Nicht wegzudenken ist das Bundesheer hinsichtlich der Katastrophenhilfe. „Wer sonst soll bitte helfen, verwüstete Landstriche wieder aufzuräumen. Die Stürme Paula und Emma, aber auch zahlreiche Hochwasser und Muren in der jüngeren Vergangenheit haben ganze Landstriche zerstört. Da brauchen wir das Bundesheer, um noch zu retten was zu retten ist“, ergänzen die Bürgermeisterkollegen Hannes Kogler (St. Radegund) und Karl Ziegler (Fernitz). Beide wissen wovon sie reden. Denn auch Graz-Umgebung, der mit rund 142.500 Einwohnern bevölkerungsreichste Bezirk der Steiermark, wurde in den vergangenen Jahren mehrfach von Unwetterkapriolen heimgesucht.
Feuerwehr stößt im Katastrophenfall an personelle Grenzen
Im Ernstfall sind es die Freiwilligen Feuerwehren, die als erstes an Ort und Stelle sind. Sie sind in kürzester Zeit einsatzbereit und leisten Enormes. „Doch Katastropheneinsätze dauern Tage, oft Wochen an. Da brauchen wir Rekruten, die auch über einen längeren Zeitraum zur Verfügung stehen, um Menschen zu helfen, die oftmals ihr ganzes Hab und Gut verloren haben“, spricht Oberbrandrat außer Dienst Alois Rieger aus Erfahrung – er ist Finanzreferent des Landesfeuerwehrverbandes und ehemaliger Bereichsfeuerwehrkommandant von Graz-Umgebung.
Klares Bekenntnis zu Bundesheer und Zivildienst
„Das Bundesheer ist ein wichtiger Motor für den Schutz der österreichischen Bevölkerung und dient der Friedenssicherung. Es muss aus dem Volk kommen und für das Volk da sein“, unterstreicht Herbert Stockner, ehemaliger Präsident der Unteroffiziersgesellschaft Steiermark. Er konnte aus gesundheitlichen Gründen am gestrigen Auftakt-Termin leider nicht teilnehmen.
„Wird die Wehrpflicht abgeschafft, gibt es auch keinen Zivildienst mehr. Dann hängt der gesamte Rettungsdienst in der Luft“, so Josef Großschädl, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes. Mit 634 Zivildienern haben die Rettungsorganisationen den Löwenanteil der 1.735 steirischen Zivildiener in Anspruch genommen. „Viele Männer bekommen bei ihrem Dienst Einblick in soziale Bereiche und bleiben danach als freiwillige Helfer erhalten.“
„Wir treten für eine nachhaltige Sicherheitspolitik in den Bereichen Landesverteidigung sowie Rettungs- und Sozialwesen ein. Wir warnen vor Schnellschüssen, die die Stabilität in einem dieser Bereiche gefährden. Wir setzen uns daher für den Erhalt von Wehrpflicht und Zivildienst ein und wollen nicht, dass ein bewährtes System abgeschafft wird – für etwas, das teurer ist und weniger Sicherheit bietet“, so die Komitee-Mitglieder unisono.
Foto, v.li.: Karl Ziegler, Alois Rieger, Martina Hohl, Markus Windisch, Auguste Maier, Franz Grinschgl, Manfred Gläsel und Hannes Kogler – Josef Großschädl, Wolfgang Lagger, Renate Oswald und Herbert Stockner waren anlässlich des Fototermins verhindert.
Fotonachweis: Fischer / honorarfreie Verwendung
„Einsatz für Österreich“, Initiative Graz-Umgebung
Gläsel
|
Manfred
|
Bezirksobmann Kameradschaftsbund Graz-Nord
| |
Grinschgl
|
Franz
|
Vizepräsident Steirischer Kameradschaftsbund, Bezirksobmann Graz-Süd
| |
Großschädl
|
Josef
|
Bezirksstellenleiter Rotes Kreuz Graz-Umgebung
| |
Hohl
|
Martina
|
Vorsitzende "Frau in der Wirtschaft" Graz-Umgebung
| |
Bgm.
|
Kogler
|
Hannes
|
Bürgermeister St. Radegund, Bundesheerangehöriger
|
Bgm. Dr.
|
Lagger
|
Wolfgang
|
Bürgermeister Eisbach
|
Maier
|
Auguste
|
Landesbäuerin
| |
Mag. Dr.
|
Oswald
|
Renate
|
Direktorin Bundesgymnasium Rein
|
OBR a.D.
|
Rieger
|
Alois
|
Finanzreferent Landesfeuerverband Steiermark,
ehem. Bereichsfeuerwehrkommandant GU |
Vzlt. i.R.
|
Stockner
|
Herbert
|
ehem. Präsident Unteroffiziersgesellschaft Steiermark
|
Bgm. Ing.
|
Windisch
|
Markus
|
Bürgermeister Übelbach,
Obm. Kommunalpolitische Vereinigung Graz-Umgebung |
Bgm.
|
Ziegler
|
Karl
|
Bürgermeister Fernitz, Elektrounternehmer
|
